« zur Startseite

Restschuldversicherung Vergleich

Bei vielen Krediten wird den Kreditnehmern eine Restschuldversicherung mit angeboten. Diese erscheint auf den ersten Blick als sinnvolle Ergänzung zum Kredit. Sie soll die Kreditraten immer dann übernehmen, wenn der Kreditnehmer

  • arbeitslos oder

  • arbeitsunfähig wird oder gar

  • verstirbt.

Eine feine Sache, möchte man meinen. Doch die Tücke liegt, wie so oft, im Detail.

Viele Leistungsausschlüsse bei der Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung sieht nämlich vielfältige Leistungsausschlüsse vor. So werden die Raten bei Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Tarifen für maximal zwölf Monate übernommen. Danach zahlt die Restschuldversicherung nicht mehr, der Kreditnehmer rutscht aber gerade dann oft ins noch ungünstigere Hartz IV.


Kommt es zur Arbeitsunfähigkeit, werden die Raten in den ersten drei Monaten der Arbeitsunfähigkeit oft nicht übernommen. Begründet wird dies mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber. Was dabei vergessen wird: Diese wird nur für sechs Wochen gewährt. Zudem entfallen dabei auch Schicht- oder Sonn- und Feiertagszuschläge, so dass das Budget trotz Lohnfortzahlung bereits geringer ausfallen kann.

Hohe Kosten für die Restschuldversicherung

Zusätzlich ergeben sich für die Restschuldversicherung hohe Kosten, die bei mehreren Hundert Euro liegen können. Ein weiteres Problem: Die Kosten sind für den Verbraucher oft nicht ersichtlich, denn diese müssen nicht in den effektiven Zinssatz mit einfließen. Ausnahmen gelten nur dann, wenn die Banken den Abschluss der Restschuldversicherung zum Darlehen zwingend verlangen, nicht aber, wenn sie den Abschluss nur optional anbieten. Würden die Kosten allerdings in den Effektivzins mit eingerechnet, so ergäben sich oftmals extrem hohe Zinssätze, die in der aktuellen Niedrigzinsphase wohl niemand zu zahlen bereit wäre.


Experten raten daher vom Abschluss einer Restschuldversicherung ab. Ausnahmen gelten lediglich bei einem Immobilienkredit, wo diese sinnvoll sein kann. Bei einfachen Ratenkrediten sind jedoch die private Unfall- und/oder Lebensversicherung völlig ausreichend, so die Experten. In diesem Fall kann auf eine Restschuldversicherung grundsätzlich verzichtet werden. Soll diese dennoch abgeschlossen werden, ist es oft ratsam, sie bei einem Versicherungsunternehmen zu wesentlich günstigeren Konditionen zu beantragen.